FAQ: Lerncoaching

Im Jahr 2014 habe ich meine Ausbildung als Lerncoach (nlpaed) abgeschlossen.
Auf meiner Homepage habe ich sich bereits erklärt, worin der wesentliche Unterschied zwischen Lerncoaching und Nachhilfe besteht und wie genau im Rahmen eines Lerncoaching gearbeitet wird. Mit der Zeit sind mir aber noch einige weitere Fragen zum Thema begegnet, die ich in diesem FAQ zusammenstellen möchte.

[sta_anchor id=“fragen-uebersicht“ /]
Die Fragen im Überblick

Probleme bei der Rechtschreibung: „Ist mein Kind denn deshalb nicht so schlau wie die anderen“?
Wie läuft ein Lerncoaching ab?
Wie lange dauert ein Lerncoaching?
Weitere Fragen, Wünsche oder Anfragen für ein Lerncoaching?

[sta_anchor id=“mehr-wissen“ /]
Probleme bei der Rechtschreibung: „Ist mein Kind denn deshalb nicht so schlau wie die anderen“?

Nein, ganz im Gegenteil!
Diese Antwort meine ich sehr ernst und ehrlich! Es wurde festgestellt, dass Menschen, die besonders gut in Rechtschreibung sind, die richtig geschriebenen Wörter als inneres Bild sehen. Gewissermaßen haben diese Menschen einen „inneren Duden“, in dem sie blitzschnell nachschauen, wie jedes einzelne Wort geschrieben wird.
Die meisten Kinder lernen heute noch, Wörter zunächst einmal nach Gehör zu schreiben. Diese Vorgehensweise ist aber deutlich anfälliger für Fehler: Die Zuordnung von Phonem (dem, wie ein Buchstabe kling) und dem entsprechendem Graphem (dem reinen Buchstaben/Zeichen) ist im Deutschen nicht immer eindeutig.
Daher haben viele Kinder, insbesondere jene, bei denen sich eine Rechtschreibschwäche zeigt, sogar mehr Varianten von einzelnen Wörtern im Kopf gespeichert als andere. Somit bin ich der Meinung, dass diese Kinder in gewisser Weise sogar schlauer als andere sind, denn immerhin haben sie sich deutlich mehr gemerkt!

Natürlich ist mehr Wissen immer eine gute Sache, da es allerdings um Rechtschreibung geht und es darauf ankommt, dass die Wörter richtig (wobei „richtig“ immer heißt, so wie sie im Duden stehen) geschrieben werden sollen, sind zu viele Fantasiewörter natürlich unvorteilhaft.
Ziel beim Lerncoaching ist es daher , die richtigen Wörter von den Fantasiewörter zu trennen und einen inneren Duden zu erstellen.
Wichtig ist in jedem Fall, die Wertschätzung der Fantasiewörter, denn gelerntes Wissen, ist gelerntes Wissen – egal ob „richtig“ oder Fantasie!

Zurück nach oben ↑

[sta_anchor id=“ablauf“ /]
Wie läuft ein Lerncoaching ab?

Natürlich ist kein Lerncoaching zu 100% gleich! Daher ist es auch nicht unbedingt möglich, die Frage ganz pauschal zu beantworten. Grob vereinfacht, lässt möchte ich ein „typisches“ Lerncoaching mit den folgenden vier Punkten skizzieren:

1.) Das Symptom: Was ist genau das Thema/das Problem, das gelöst werden soll?
2.) Die Ursache: Aus welchem Grund besteht dieses Problem und worin besteht entsprechend die optimale Lösung?
3.) Die Lösung: Wie genau sieht die Lösung, die gute Strategie und/oder der gute Zustand aus?
4.) Das Ergebnis: Wie kann die Lösung konkret angewendet werden und wie kann sie weiter gefestigt werden?

Mit den folgenden zwei Fallbeispielen, möchte ich die oben genannten vier Punkte noch einmal etwas genauer und mit Kontextbezug erläutern.

Fallbeispiel (1)
1.) Das Symptom: Viele Rechtschreibfehler in Diktaten und Aufsätzen.
2.) Die Ursache: Beim Gespräch/Beobachten fällt auf, dass beim Schreiben die Wörter immer Buchstabe für Buchstabe ausgesprochen werden. Es wird also eine auditive (übers Hören) Rechtschreibstrategie verwendet, die deutlich anfälliger für Fehler ist.
3.) Die Lösung: Zeigen, üben und trainieren der optimalen Strategie zur sichereren Verbesserung der Rechtschreibung.
4.) Das Ergebnis: Möglichkeiten besprechen, die neue Strategie weiter zu üben/trainieren und zu festigen („Hausaufgaben“). Einbinden des Umfeldes in den weiteren Übungsprozess.

Fallbeispiel (2)
1.) Das Symptom: Unwohlsein in Form von Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen vor der Klassenarbeit
2.) Die Ursache: Die Note der letzten Klassenarbeit war eine fünf, die Versetzung ist (möglicherweise) gefährdet. Hier kommen also eine negative Vorerfahrung und die Angst um die Versetzung zusammen.
3.) Die Lösung: Trennung zwischen der alten Erfahrung und der jetzt anstehenden Klassenarbeit, durch „Aufarbeitung“ der alten Situation. Finden eines guten und optimalen Gefühls (körperliches Wohlgefühl) für die Klassenarbeit und ankern (d.h. dieser gute Zustand wird bewusst abrufbar gemacht) dieses Zustandes.
4.) Das Ergebnis: In Gedanken wird die anstehende Klassenarbeit mit dem neuen Zustand „durchlebt“, unser Gehirn lernt dabei, den Zustand in dieser und auch in anderen Klassenarbeit sicher, automatisch und „natürlich“ zu nutzen („Future Pace„).

Zurück nach oben ↑

[sta_anchor id=“dauer“ /]
Wie lange dauert ein Lerncoaching?

Hier eine pauschale Antwort zu geben, ist sicherlich nicht in jedem Fall möglich. Allerdings setzte ich zunächst immer eine Zeitstunde an. Abhängig vom Thema und vom individuellen Bedarf, können und werden dann weitere Stunden vereinbart, in der Regel mit einem Abstand von einer bis zwei Wochen.

Zurück nach oben ↑

[sta_anchor id=“weitere-fragen“ /]
Weitere Fragen, Wünsche oder Anfragen für ein Lerncoaching?

Fragen rund um das Thema Lerncoaching können gerne über die Kommentare oder über das Kontaktformular gestellt werden – die Fragen und Antworten werde ich dann (ggf.) hier ergänzen.
Anfragen für einen Coaching-Termin können ebenfalls über das Kontaktformular erfolgen.

Zurück nach oben ↑

Meinen Blog mit einer kleinen, freiwilligen(!) Spende unterstützen ...
Werbung
0 0 votes
Beitragsbewertung
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
0
Hinterlasse einen Kommentarx

Danke für Ihre Spende via PayPal!

Die Nachricht wurde erfolgreich übermittelt.

Kontakt

0157 5478 7996
(Informationen zum Datenschutz sind hier zu finden.)

Falls Sie mich telefonisch nicht erreichen sollten, schreiben Sie mir gerne eine kurze Nachricht, ich melde mich dann bei Ihnen – vielen Dank.

Kontaktformular